Zugang zu antiken Möbeln finden

Alte Möbel! Was ist das? Heute neu entdecken! Wie macht man das?
Ja, das fragen sich viele! Wenn sich da nicht wirkliche Perlen und Highlights unter diesen Möbeln verstecken würden, es wäre mir nicht spannend genug. Die meisten – so auch ich – kennen noch die Einrichtungen des letzten Jahrhunderts: Es galt als schick, sich mit möglichst vielen alten Stücken einzurichten. Diese sollten hochglänzend, möglichst wie neu und auf jeden Fall nach großem Vermögen und altem ererbten Besitz aussehen. Dieser Bedarf wurde vom Handel und Auktionshäusern gerne befriedigt. So bekam der Markt was er verlangte, nämlich viel. Und das dann aber auch viel zu teuer, totrestauriert und erbärmlich zusammengeschustert. Richtig hochwertige Schmuckstücke der Möbelkunst vergangener Jahrhunderte sind Raritäten, das war damals so wie heute.
Wie finden Sie nun Zugang zu einem bislang „neuem” alten Möbel? Ganz einfach über die Sensibilisierung der Sinne: etwas Interessantes über eine Stilepoche lesen, dazu schöne Musik aus der Zeit hören, die Augen über ausgewählt schöne Möbel schweifen lassen und dann auch ein wirklich tolles Stück befühlen. Das geht am besten mit guten Büchern, aber auch im Internet lassen sich ganz schnell und sehr viele interessante Inhalte nachschlagen. Am einfachsten und sinnvolsten ist es, beides miteinander zu nutzen und so kommen zur Geschichte die Personen, zu den Personen die Vorlieben, die Umgebung und deren Geschichten.
Meine bevorzugten Stile sind Barock, Louis-seize, Empire und Biedermeier. Und meine favorisierten Möbel erzählen selbst die Geschichten aus ihren besten Zeiten. Das können königliche Möbel sein, aber auch ganz einfache mit Gebrauchsspuren, Patina und einer unvergleichlichen Aura gefallen mir sehr. In jedem davon steckt viel Gesprächsstoff, den ich auch mit meinen Freunden und Besuchern teile.
Hat man erst einmal einen Stil für sich entdeckt, so heißt es vergleichen, vergleichen, vergleichen und dabei das Schmuckstück für sich selbst entdecken. Wichtig sind Details, da sie die Keywords der Möbelbaukunst sind. Ganz von selbst lernt man dann die Möbeltypen der jeweiligen Zeiten kennen und man kommt nicht in die Gefahr, einen „originalen Biedermeier-Couch-Tisch” zu kaufen, den es nie gab und der auf Grund insistierender Nachfrage in einem Hinterhof aus verwurmtem Altholz zusammengeschustert wurde.

… und auch in folgenden Museen finden Sie herrliche Beispiele der Einrichtungskultur mit antiken Möbeln:

Nürnberg http://www.gnm.de/
München http://www.bayerisches-nationalmuseum.de/
Hamburg http://www.mkg-hamburg.de/de/
Wien http://www.mak.at/aktuell
Leipzig http://www.grassimuseum.de/
Köln http://museenkoeln.de/home/MAKK
Berlin http://www.smb.museum/

und es gibt noch viel mehr… denken Sie auch an die vielen Schlößer und Klöster!

Johannes Kössler

Weiherweg 10
D-87727 Babenhausen

Tel: +49 (0) 83 33 – 35 30
biedermeier-moebel@t-online.de

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