Zweischübige Biedermeier-Kommode, süddeutsch um 1825, Nussbaum massiv, sowie Nussbaum auf Nadelholz furniert. Eine originale Schlüsselbuchse in „Gespensterform“ aus Bein sowie eine ergänzte Buchse. Beide Schlösser sind ebenfalls aus der Entstehungszeit der Kommode.
B: 118 cm H: 85 cm T: 59 cm
Eine ausgefallene zweischübige Biedermeier-Kommode die sich mit ihren nur zu zwei Dritteln abgeschrägten Ecken und mit ihrer originalen Oberfläche und Patina von vielen anderen Kommoden aus der Zeit abhebt. Bewegte, über die Front und die Seiten durchlaufende Furniermaserung. Die Kommode hat einen warmen Altersfarbton und eine in Würde gealterte Oberfläche durch ihre gut erhaltene Patina.
Diese Biedermeier-Kommode ist ein wunderbares Beispiel für das frühe Biedermeier (ca. 1815–1830), eine Epoche, in der Handwerkskunst und schlichte Eleganz über pompöse Verzierungen siegten. Sie strahlt eine zeitlose Ruhe aus, die auch in modernen Wohnungen hervorragend funktioniert.
Hier sind die Details, die dieses Stück so besonders machen:
Das Holz und Furnierbild
Die Kommode ist mit Nussbaum furniert. Was hier sofort ins Auge fällt, ist das sogenannte „gespiegelte“ Furnierbild. Der Schreiner hat aufeinander folgende Furnierblätter so nebeneinandergelegt, dass die natürliche Maserung des Holzes ein symmetrisches Muster auf der Front bildet. Das zeigt die hohe Qualität der Arbeit – man wollte die natürliche Schönheit des Holzes wie ein Kunstwerk wirken lassen.
Form und Konstruktion
Zwei Schubladen: Im Gegensatz zu den oft wuchtigen dreischübigen Barockkommoden wirkt diese zweischübige Biedermeier-Kommode deutlich leichter und moderner.
Säbelbeine: Die Beine sind leicht nach außen geschwungen (säbelförmig). Das gibt dem Möbelstück Standfestigkeit, ohne es schwerfällig wirken zu lassen – ein typisches Merkmal für den Übergang vom Klassizismus zum Biedermeier.
Eingelassene Schubladen: Die Fronten schließen bündig mit dem Korpus ab, was die kubische, klare Form betont.





