Biedermeier-Schrank Kirschbaum, süddeutsch wohl München um 1820, Kirschbaum auf Nadelholz furniert, ebonisierte Profile aus Buche. Entlang des Giebels befindet sich ein Zierstreifen aus Birkemaserfurnier. Sehr ausgefallene, spitzzulaufende, gedrechselte Füße. Originale Bänder und Türschloss. Der Schrank ist für den Transport in handliche Teile zerlegbar.
Breite 145 cm Höhe: 204 cm Tiefe: 55 cm
Das Biedermeier-Möbel befindet sich in sehr gutem Erhaltungszustand. Es weist seine alte Patina und leichte Gebrauchsspuren auf. Die Innenausstattung ist mit Kleiderstange, Fachböden oder beidem möglich.
Was sind die Gründe für die anhaltende Beliebtheit solcher Möbelstücke?
Die warme Ästhetik
Kirschbaumholz hat einen ganz besonderen warmen, honiggelben bis rötlich-braunen Farbton. Im Gegensatz zu dunkler Eiche oder sehr hellem Nadelholz wirkt Kirsche edel, aber nicht erschlagend. Dieser Schrank hat über die zwei Jahrhunderte eine wunderschöne Patina entwickelt, die dem Möbelstück Tiefe und Charakter verleiht.
Die feine Maserung
Wie man an den Türfüllungen dieses Schranks gut sehen kann, ist die Maserung der Kirsche sehr fein und gleichmäßig. Das passt perfekt zur Design-Philosophie des Biedermeier:
Schlichtheit statt Prunk: Da man im Biedermeier auf übermäßige Schnitzereien verzichtete, musste das Holz selbst wirken.
Spiegelung: Oft wurden Furniere „gespiegelt“ aufgetragen (wie bei deinem Schrank), um symmetrische, fast lebendige Muster zu erzeugen.
Zeitloses Design
Ein Biedermeier-Schrank aus Kirschbaum ist ein Chamäleon in der Inneneinrichtung:
Er funktioniert im antiken Kontext ebenso gut wie als bewusster Stilbruch in einer modernen, minimalistischen Wohnung.
Die klaren Linien (wie der Giebel oben) wirken auch nach 200 Jahren nicht altbacken.
Und auch Wikipedia schreibt zum Biedermeier.




