Besonderer Biedermeier-Klavierhocker, süddeutsch um 1830, Kirschbaum und Buche massiv mit kleiner Lehne und originaler Polsterung und Lederbezug. Höhenverstellbarer Sitz auf stabilem dreibeinigem Standfuss.
D.: 38 cm H. max.: 73 cm
Sitzhöhen einstellbar zwischen 49 cm und 67 cm
Der Hocker befindet sich in selten gutem Zustand und hat seine originale Holz- und Lederoberfläche mit Patina erhalten. Ein praktisches und zugleich dekoratives Sitzmöbel, nicht nur für Musiker sondern auch für alle möglichen Tätigkeiten angenehm im Gebrauch.
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Was macht diesen Klavierhocker zum außergewöhnlichen Objekt?
Dieser Biedermeier-Klavier- bzw. Drehhocker unterscheidet sich in einigen zentralen Aspekten von einfachen Serienmöbeln der Zeit und ist bei Sammlern sowie Liebhabern antik verarbeiteter Sitzmöbel besonders begehrt:
Integrierte, gepolsterte Rückenlehne: Die meisten historischen Drehhocker der Biedermeier-Zeit (ca. 1815–1848) besitzen lediglich eine flache, runde Sitzfläche ohne Lehne. Eine fest angeformte, halbrunde und zusätzlich gepolsterte Rückenlehne ist eine absolute Seltenheit und erhöht den Sitzkomfort sowie den Sammlerwert erheblich.
Historischer Bezug mit Leder und Ziernägeln: Der Erhalt der authentischen Lederbespannung samt der durchgehenden, dicht gesetzten Messing-Ziernägel verleiht dem Klavierhocker eine unnachahmliche Patina und einen sehr ausdrucksstarken, edlen Charakter.
Funktionale Holz-Mechanik (Gewindespindel): Höheneinstellbare Holzgewinde aus der Zeit um 1820/1830 sind fragile Meisterwerke des Kunsthandwerks. Dass das geschnitzte Holzgewinde nach rund 200 Jahren noch vollständig erhalten ist und funktioniert, ist auf dem Antiquitätenmarkt keineswegs selbstverständlich.
Klassische Biedermeier-Formensprache: Die Kombination aus dem dreipassigen Fußgestell mit elegant geschwungenen Säbelbeinen und dem sechseckigen Sockelblock spiegelt die meisterhafte, reduzierte Eleganz der Epoche perfekt wider.
Seltener Bautypus: Da solche gepolsterten Drehhocker damals teure Spezialanfertigungen für Musiker, Kontore oder Salons waren, wurden sie in weitaus geringerer Stückzahl gefertigt als normale Stühle oder Tische.



