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Augsburger Möbel sind seit 1322 bekannt, da bereits zu diesem Zeitpunkt in Augsburg eine wassergetriebene Sägemühle existierte. Erste Höhepunkte der Möbelkunst erreichte Augsburg in der Mitte des 16. Jahrhunderts als Anregungen von Vorbildern der Italienischen Renaissance in Augsburg umgesetzt wurden. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurden hochwertige Intarsienarbeiten, wie am berühmten Wrangelschrank ausgeführt. Ab dem 17. Jahrhundert entstanden barocke Kabinettschränke, oft ebonisiert oder aus Ebenholz, die Augsburg berühmt machten. Augsburger Barockschränke und Fasadenschränke aus dem späten 17. und 18. Jahrhundert tragen oft den Beschaustempel der Augsburger Schreiner am Kranz, "guet". Echtes Ebenholz welches im frühen 17. Jahrhundert in Augsburg verarbeitet wurde trägt oftmals den Stempel, "Eben", und daneben auch manchmal den Augsburger Pinienzapfen zur Abgrenzung gegenüber Fälschungen und Imitaten.